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Die Nullen
Die nahe Zukunft. Eine künstliche Intelligenz steuert die Stadt. Ein digitales Bewertungssystem bestimmt den Wert jedes einzelnen Menschen: Je höher das Rating, desto mehr Möglichkeiten; je niedriger, desto weniger Rechte. Doch es gibt jene, die das System nicht mehr als Teil der perfekten Ordnung betrachtet. Man nennt sie die „Nullen“. Die Nullen — das sind Jugendliche, in denen das System einen Systemfehler sieht. Doch genau dieser „Fehler“ macht sie erst zu Menschen. In ihnen leben noch Empathie, Vertrauen, Ehrlichkeit, Mitgefühl und der Mut, Fragen zu stellen, zu zweifeln und die eigene Meinung zu vertreten. Sie sind zu lebendig für eine Welt, in der alles berechenbar, bequem und kontrollierbar sein muss. Für den Algorithmus sind sie instabil. Für die Gesellschaft — gefährlich. Für diese Geschichte — vielleicht die letzten echten Menschen. Offiziell existieren sie kaum. Sie verstecken sich in verlassenen Tunneln, technischen Sektoren und den unterirdischen Ebenen der Stadt, um den Razzien der Cyber-Polizei zu entkommen. Während einer dieser Razzien finden drei „Nullen“ Zuflucht in einem alten, unterirdischen Labor. In den verlassenen Archiven entdecken sie die Videotagebücher von Professor Adam Wolski — einem der Schöpfer des globalen Systems. Auf den Aufnahmen spielt der Professor Klavier, liest Gedichte, zeichnet und spricht von einer Welt, in der die Menschen noch fühlen, träumen und selbst Entscheidungen treffen. Während oben die Jagd unerbittlich weitergeht, begreifen die Jugendlichen: Die größte Gefahr geht nicht von der künstlichen Intelligenz aus. Das Schlimmste begann in dem Moment, als die Menschen freiwillig auf ihre Entscheidungsfreiheit verzichteten. „Die Nullen“ ist eine moderne Sci-Fi-Dystopie für Jugendliche über jene, die das System aussortiert hat, weil sie das bewahrt haben, was kein Algorithmus berechnen kann: ihre Menschlichkeit.
Für dieses Projekt werden bald Fotos und Videos veröffentlicht.